Kinder aus suchtbelasteten Familien

Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien vom 22.02.-28.02.26 unter dem Motto #wirwerdensichtbar macht die Jugend- und Suchtberatungsstelle und Mobile Jugendarbeit in Schwalbach auf eine oft übersehene Realität aufmerksam. Jedes fünfte bis sechste Kind in Deutschland wächst mit einem suchtkranken Elternteil auf.

02. März 2026 · Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe im Main-Taunus-Kreis

Für die betroffenen Kinder bedeutet das häufig Unsicherheit, Scham, Angst und das Gefühl, mit ihren Sorgen allein zu sein. Viele übernehmen früh Verantwortung, versuchen zu funktionieren und sprechen mit niemandem über die Belastung. Obwohl Kinder keine Schuld an der Erkrankung ihrer Eltern tragen. Sie brauchen Unterstützung und Ansprechpersonen.

Die Aktionswoche, initiiert von NACOA Deutschland, stellt die Bedürfnisse dieser Kinder in den Mittelpunkt. Auch wir beteiligten uns mit verschiedenen Aktionen, um zu sensibilisieren, zu informieren und mehr Sichtbarkeit zu schaffen. Im Rahmen der Aktionswoche informierten wir über unsere Social-Media-Kanäle und waren mit einem Informationsstand vor unserer Beratungsstelle präsent, um deutlich zu machen, wo Betroffene Hilfe finden können. Ergänzend dazu wurden den Interessierten zwei Fragen gestellt. Die Antworten wurden gesammelt und auf einer Tafel festgehalten. Zusätzlich wurde eine Kreideaktion durchgeführt, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Dabei entstanden wertvolle Gespräche mit interessierten Kindern und Jugendlichen sowie Bürgerinnen und Bürgern, und Betroffene konnten unser Angebot näher kennenlernen.

Ziel ist es, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und betroffenen Kindern Mut zu machen. Eine frühe Unterstützung ermöglicht es, Belastungen frühzeitig entgegenzuwirken.

Die Jugend- und Suchtberatungsstelle und Mobile Jugendarbeit in Schwalbach unterstützt von Sucht betroffene Bürgerinnen und Bürger aber auch Angehörige zu suchtspezifischen Fragestellungen. Bei Bedarf auch anonym. Kontakt kann über die Telefonnummer 06196 3071, per Mail: zjsmtk-ost@jj-ev.de oder auf der Beratungsplattform DigiSucht aufgenommen werden

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